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Das Lernverhalten des Hundes
Der Hund ist NIE !!! schuld, wenn er “mal wieder was nicht kapiert”, Schuld haben immer wir, die Hundeführer, denn wir waren zu blöd es hundeverständlich zu vermitteln.
Das ist keine persönliche Bankrotterklärung für den Hundehalter, man sollte es als Herausforderung werten seine Fähigkeiten “zu denken wie ein Hund” zu verbessern um mit seinem vierbeinigen Kumpel zu einem Team zu werden.
Denn: Der Hund kann nicht denken wie ein Mensch, damit ist er überfordert, da müssen wir ran
So jetzt mal ins Detail:
Hunde lernen durch Verknüpfung.
Beispiel:
Unser “Sitz” bedeutet dem Hund NICHTS ! Erst muß die Handlung des Hinsetzens mit dem Wort “Sitz” verknüpft werden, denn Hunde können kein Deutsch
Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine sei aufgezeigt:
Der Hund steht vor uns und wir haben ein Leckerchen in der Hand und bewegen die Hand über den Kopf des Hundes nach hinten, der Hund folgt dem Leckerchen und setzt sich hin (wenn er springt haben wir das Leckerchen zu hoch gehalten – ignorieren, neuer Anlauf).
Wenn er sich setzt dann sagen wir “Sitz” und loben und geben natürlich das Leckerchen !!, das mehrere Male wiederholt (nicht xmal am Stück, verteilt über einige Tage, jeden Tag ein bißchen was), dann klappt das “Sitz” alleine ohne die unterstützende Bewegung, das Leckerchen gibt es aber immer noch bis das Kommando zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Aber auch danach immer mal wieder zwischendurch, in unregelmäßigen Abständen, mit der Belohnung das Verhalten bestätigen.
Der Hund hat jetzt die Handlung des hinsetzens mit dem Hörzeichen ”Sitz” verknüpft. Wir könnten das auch ”Rembrandt” nennen, das ist dem Hund egal – Hauptsache die eine Sache wird mit der anderen verknüpft, vernünftigerweise wählen wir Worte die uns wiederum was bedeuten.
Schreien: Kontaproduktiv !
Der Hund wird dadurch nur unsicher und gestreßt und im schlimmsten Falle ängstlich. Das alles blockiert das Lernvermögen und wir erreichen GAR nichts. Doch eins schon,der Hund lernt, daß wir reichlich unberechenbar sind und keine souveränen Rudelführer, sondern unbeherrschte Schreibären.
Das schafft keine vertrauensvolle Basis und erschwert unseren ganzen Umgang mit dem Hund.
Ein guter Rudelführer ist ruhig, souverän und berechenbar.
Wir brauchen uns hierzu nur folgendes vorstellen: der Chef macht uns ordentlich ”rund”. Danach sind wir auch nicht gerade aufnahmebereit und leistungsfähig sondern ”gebügelt” und auf ”Meiden” eingestellt – Chef in Sicht, Mitarbeiter weg
Hundeerziehung ist auch immer Selbsterziehung des Hundehalters.
noch ein wichtiger Tip:
Hunde beobachten uns ganz genau ! Ihre ureigenste “Sprache” ist die Körpersprache, sie interpretieren uns absolut perfekt. Sie nehmen auch Signale wahr, die wir nicht bewußt geben, da der Mensch auf diesem Gebiet reichlich “unterentwickelt” ist bzw. diese Fähigkeit verlernt hat, weil wir uns auf die verbale Kommunikation verlassen.
Beispiel:
Wir rufen, Hund kommt nicht, wir rufen lauter, Hund kommt nicht – uns schwillt der Kamm, wir denken: Blöder Köter, kann das Biest nicht endlich kommen!
Wir brüllen, nehmen eine aufrechte Haltung ein, stemmen die Hände in die Seite – also zusätzlich zu unserer gereizten Stimme kommt also eine drohende Körperhaltung, die dem Hund signalisiert: ACHTUNG, Gefahr!! Herrchen/Frauchen ist megaübellaunig.
Also kommt der Hund auch jetzt nicht, aber nicht weil er ungehorsam ist, sondern weil er erkannt hat, daß dies SEHR unangenehm werden kann. Hunde meiden auch ihren hündischen Rudelführer, wenn der mißlaunig ist, einfach um des lieben Friedens willen.
Wenn wir der Sache dann noch die Krone aufsetzen und wenn wir des Hundes endlich habhaft werden draufhauen und/oder an die Leine nehmen und mißgelaunt nach Hause schleifen – möglichst unter Ausstossen wüster Drohungen (Du kommst mir die nächste Zeit nicht mehr vom Strick), die der Hund zwar nicht versteht, aber den Tonfall schon, dann haben wir das Rankommen nicht gerade zum Lieblings-Kommando des Hundes gemacht.
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