Home
 Wir über uns
 Toll wäre
 Erziehung
 Spielen
 Anschaffung
 Photos
 Spaziergang
 LHVO
 Links
BuiltByNOF
 Lernverhalten2

Das Lernverhalten des Hundes / Teil 2

Im Teil 1 haben wir uns Gedanken darüber gemacht wie der Hund lernt und wo die Fehler liegen können, wenn es nicht klappt.

Aber wir haben noch einen Stolperstein auf dem Weg zum “Superhund”:

Das nicht generalisierte Lernen des Hundes

d.h. der Hund überträgt einmal gelerntes nicht automatisch auf alle Situationen.

Wahrscheinlich kennt jeder Hunde die auf dem Hundeplatz super sind, jedes Kommando ruck-zuck befolgen, “Fuß” laufen wie junge Götter, einfach eine Augenweide sind in ihrem Eifer.

ABER wehe wenn sie “in freier Wildbahn” unterwegs sind.

“hier”  - was ist das ?

“Platz” – nie gehört

“Fuß” – Herrchen/Frauchen sagt aber drollige Sachen

und schon machen sie was sie wollen.

Diese Hunde haben gelernt, daß man auf dem Hundeplatz gehorchen muß, anderswo “pffft”

Einmal kann das daher kommen, daß die Besitzer NIE ausserhalb des Platzes üben, der Hund die Kommandos mit dem ORT Hundeplatz verbindet und nie auf das tägliche Leben übertragen hat – also diese s.o. nicht generalisiert hat.

Für einen Hund ist es ein grosser Unterschied ob er im Angesicht anderer Hunde mitten im Wald “Platz” machen soll oder auf dem Übungsgelände des Hundevereins.

(genauso kann es sein, daß der Hundebesitzer NUR z.B. daheim im Wohnzimmer oder wo auch immer geübt hat)

Für uns bedeutet das: wir müssen dem Hund die Gelegenheit geben zu generalisieren, d.h. immer mal hier und da und dort üben. Nicht ewig lange oder ständig, aber konsequent alle Situationen abgreifen und gelegentlich wiederholen, denn nicht mehr abgerufenes Lernverhalten kann “ausgelöscht” werden. Aber wie gesagt, es sind keine Mammutsitzungen bei jedem Spaziergang erforderlich, das ist dann stinklangweilig und der Hund hat 0,0 Spaß am Üben.

Dabei die Schwierigkeitsgrade langsam steigern: keine Ablenkung, wenig Ablenkung, volle Ablenkung.

Irgendwann sind wir dann da wo wir hinwollten: beim überall gehorsamen Hund.

Dieses “keine Ahnung was Du willst-Verhalten” kann auch darin begründet sein, daß Hund zwar schon generalisiert hat, aber auch gelernt hat, daß man “draussen” nicht hören muß, weil der Besitzer das Kommando nicht durchsetzen kann oder halt nicht konsequent ist.

Wenn ich ein Kommando gebe und entweder nicht auf der Befolgung bestehe, weil ich mich z.B. gerade unterhalte und nicht drauf achte ob Hund denn nun wirklich sitzt oder das Kommando nicht aufhebe, d.h. dem Hund nicht sage: okay, das war´s, mach jetzt wieder was du magst ! sondern den Hund einfach machen lasse, dann verwässere ich das Kommando.

Für den Hund wird es dann zu einem Kommando mit Alternativen: hat er gerade Lust oder Hunger auf unser Lecker, dann macht er was wir sagen, gibt es aber was besseres/interessanteres zu tun, dann ignoriert er uns – wie er es ja gelernt hat.

Wobei wir wieder beim Anfangssatz des ersten Berichtes angekommen sind:

Der Hund ist NIE !!! schuld, wenn er “mal wieder was nicht kapiert”, Schuld haben immer wir, die Hundeführer, denn wir waren zu blöd es hundeverständlich zu vermitteln.

 

zurück

home

[Home] [Wir über uns] [Toll wäre] [Erziehung] [Spielen] [Anschaffung] [Photos] [Spaziergang] [LHVO] [Links]