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 Erziehung

Keine Angst, ich habe nicht vor hier die x-te ultimative Erziehungsmethode zu propagieren. Dafür gibt es genug Literatur. Ein paar Bücher die mir gut gefallen habe ich mal zusammengestellt. Bücher

Es gibt aber ein paar Sachen, die mir einfach gut geholfen haben. Vielleicht kann ja der eine oder andere auch was damit anfangen.doggie

Zu irgendwas kann ja die Lektüre von zig Kilos Hundezeitschriften und ein paar laufenden Metern Literatur mal gut sein.

Allgemein :_

Positive Verstärkung ist das A + O bei der Hundeerziehung. Schließlich wollt Ihr doch einen Kumpel, nicht eine verschüchterte Kreatur, die halb auf dem Bauch zu Euch hinkriecht, oder ???? Also, weg mit den althergebrachten Zwangsmethoden, her mit der artgerechten Lösung.

Ganz wichtig und oft unterschätzt :

Konsequenz ! Was heute verboten ist, darf morgen nicht erlaubt sein. Der Hund braucht seine “Regeln”, sonst bist Du eine schlechter Rudelchef und läufst Gefahr vom Hund abgelöst zu werden. Das ist dann nicht witzig. Konsequenz bedeutet auch, daß ein einmal gegebenes Kommando auch ausgeführt werden muß, nicht nach dem Motto: Och, jetzt will er nicht, dann eben morgen noch mal. Dabei lernt der Hund ganz fix, daß er nicht gehorchen muß und dann läßt er es eben. Auch nicht witzig. Also, man soll nicht der megaautoritäre Überboß sein, aber schon wissen was man tut. Ist aber gar nicht so schwer und wenn man ein gutes Team ist, dann läßt der Hund einem auch schonmal was Dummes durchgehen. Immer nach dem Motto : Menschen sind auch nur Hunde !  Der Hund teilt die Dinge ein nach : Tut mir gut, tut mir nicht gut. Wenn wir also unsere Erziehungsbemühungen auf die Schiene “Tut mir gut” bringen, dann haben wir schon (fast) gewonnen. Der Hund muß sich bei uns wohl fühlen, ich meine wir sind nicht heute nett, morgen schreien wir rum und übermorgen gibt es einen Riesenknochen. Konsequente Hundeerziehung ist auch Selbsterziehung.

Zum Thema “Herankommen

Da habe ich mal folgendes gelesen: Wenn der Hund dann kommt, dann brechen Sie vor Begeisterung zusammen !!

Das ist es ! Der Hund muß merken, daß das was er da geleistet supertoll war, megamäßig, einfach unübertroffen, die absolute Spitzenleistung . Man darf sich nicht vorstellen, was eventuelle Passanten über einen denken mögen, wenn man da in wildes Lob ausbricht. Völlig egal, was zählt ist das Ergebnis. 

Zuverlässiges Kommen kann im Extremfall lebensrettend sein. Also, nicht schludern.

Was mir dabei schon oft aufgefallen ist und worüber man eigentlich nicht nachdenkt ist

Lob

Es gibt verschiedene Arten von Lob. Verbal, mit einem Spiel, mit einem Leckerchen oder über Streicheleinheiten. Das verbale Lob sollte immer dabei sein, die Ergänzung hängt ganz vom einzelnen Hund ab, da hat jeder so seine Vorlieben. Aber das weiß man als Hundebesitzer ja, was der eigene Vierbeiner bevorzugt. Man sollte mit dem Lob nicht “herumasen”, aber es ruhig reichlich benutzen. Bei besonders schweren Sachen finde ich den Einsatz von Blutwurst oder Käse durchaus legal. Aber es darf nicht zur Gewohnheit werden. Man kann auch gut zwischen den verschiedenen Arten zu Loben abwechseln, so daß der Hund nie vorher weiß, was ihn jetzt tolles erwartet.

dara11

Ist doch schön, wenn man so angehimmelt wird.

Ganz wichtig : : Humor! Man sollte eine Portion Humor bei der Hundeerziehung mitbringen und sich selbst nicht so furchtbar ernst nehmen

Außerdem: Wenn was schiefgeht und der “blöde Hund mal wieder gar nichts kapiert”, dann liegt die Schuld bestimmt beim Zweibeiner und wir sollten mal überdenken, ob der Hund das überhaupt verstehen konnte, was wir da verlangt haben. Denkt doch mal über folgenden Satz nach : Komm Fiffi, bleib schön hier und mach Platz. Das ganze, über das wir beim Reden gar nicht nachdenken, enthält locker 4 verschiedene Kommandos : Komm/Bleib/Hier/Platz. Also, was soll der “blöde Hund” denn nun machen ?? Ich sage so was auch und könnte mich dann irgendwohin treten.

dara12

Ein gutes Team

Die Legende von der Hundepfeife

Es ist nicht so, daß der Hund mit der genetischen Kodierung zum Hören auf Hundepfeifen geboren wird. Ich habe eine Pfeife und bin schon öfter gefragt worden, ob denn der Hund darauf hören würde. Bei der bejahenden Antwort habe ich dann zu hören bekommen, daß man sich dann auch eine anschaffen werde. Ich habe dann erklärt, daß der Hund das Hören auf die Pfeife auch erst lernen muß und man sich Mühe damit geben muß. Der Vorteil der Pfeife ist, daß ein Pfiff keine Gefühle widerspiegelt, es ist also egal ob mir schon der Qualm vor Wut aus den Ohren kommt, der Pfiff ist immer neutral. Wenn der Hund dann zurückkommt darf ich dieser Wut natürlich auch nicht freien Lauf lassen, sondern habe mich als gut erzogener Hundehalter zu freuen.

Ein paar mir wichtige Gedanken habe ich auf dieser Seite zusammengefaßt

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