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 Beziehung Mensch-Hund

Mensch und Hund – eine Beziehung mit Zukunft ?

 

Vor vielen, vielen Jahren zähmte der Mensch Wölfe und legte den Grundstein für unsere heutigen Haushunde.

Es entstand eine für beide Seiten fruchtbare Beziehung. Auf jedem Kontinent, in jeder Kultur – immer gibt es da den ältesten Freund des Menschen – von Alaska bis nach Afrika, von China bis Südamerika.

Der Hund : von der vierbeinigen Alarmanlage über den unverzichtbaren Jagdhelfer bis zum reinen Schoßhund, anpassungsfähig und lerneifrig.

Aber heute ? Welchen Stellenwert hat diese uralte Beziehung heute noch ?

Unsere Kinder haben etwas, daß sich Tamagotschi nennt, ein virtuelles “Lebewesen”, natürlich mit Reset-Taste. Mitten aus dem Leben gegriffen.

Dann gibt es Gameboys und Spielekonsolen, mit vielen Ballerspielen. Jagd auf mannigfalte Monster.

Die Steigerung sind dann Spiele, die sich Deer-Hunting nennen, eine Jagdsimulation. Tiere als Zielobjekte. Dann, als letzte Stufe, die virtuelle Jagd auf Menschen.

Müssen wir uns wirklich über den Werteverfall der Jugend wundern ?

Internet, grundsätzlich eine tolle Sache. (Habe ich selber auch, macht Spaß)

Aber auch dort jede Menge Schmutz, Sex und Gewalt. Wenn man ein bißchen clever sucht, dann findet man zu jedem Thema reichlich Seiten.

In der Videothek manche Filme erst ab 18, im Netz ab ..., ab dem Alter in dem die Kids clever genug sind eine Suchmaschine zu bedienen kann man alles sehen, ohne Tabus, ohne Wertung.

Theoretisch kann man über´s Internet alles bekommen, von der Immobilie bis zur Pizza. Aus dem Haus gehen bald nicht mehr nötig ? (Doch, mit Hund schon.)

Dann haben wir Big Brother und die diversen Imitationen davon, die jetzt wie Pilze aus dem Boden schießen, und den Reality Runner, Menschenjagd übers Internet.

Real life soaps nennen sich die neuen Quotenbringer. Voyeurismus ohne Strafe ?

Wie paßt der Hund in diese Welt ? Ja wie passen überhaupt Tiere noch in diese Welt ?

 

Unsere Kinder können, wenn sie mit einem Tier aufwachsen, lernen was es heißt Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu haben. Ihre soziale Kompetenz wird gesteigert. Rücksicht und Mitdenken sind gefragt, nicht Ellbogenmentalität und Haudrauf.

 

Hunde und Tiere überhaupt als Chance für eine Zukunft die nicht nur kalte Technik kennt ?

 

Es soll noch ein paar Verrückte geben, die lieber mit dem Hund spazierengehen, statt Big Brother zu gucken oder virtuelle Menschen im Chat “kennenzulernen”.

Die bei diesen Dingen nicht mitreden können, die eher was über den heutigen Sonnenaufgang erzählen würden.

Leute die belächelt werden, wenn sie mal wieder klatschnaß aus dem Busch kommen. Klatschnaß, aber zufrieden, mit einem Dreckspatz von Hund, ebenfalls glücklich nach einem ausgiebigen Spaziergang. Leute denen das nichts ausmacht, die dieses Leben so wollen. Die im Winter den Eiszapfen am Baum sehen, im Frühling die ersten Knospen, morgens die geschlossenen Blüten der Blumen.

Aussenseiter, Sonderlinge ?

Aber sollten wir nicht jeden nach seiner Fasson glücklich werden lassen ?

 

Jetzt allerdings wird ihnen dieses Leben gründlich vermiest. Landeshundeverordnungen nennen sich die Killer der Harmonie.

Statt sich die Leute zu greifen, die den ältesten Freund des Menschen aufs widerlichste mißbrauchen und quälen, die es einfach nicht verdient haben einen zu haben, werden harmlose hundefreundliche Bürger angegriffen und mit diesen Kriminellen in eine Ecke gestellt.

Leinen- und Maulkorbzwang, Wesenstest für harmlose nie auffällig gewordene Familienhunde. Kriminaliserung der Halter, weil diesen ja unterstellt wird ihren Hund zur Waffe zu machen.

 

Blinder Aktionismus mit immer neuen Verboten und Verordnungen führt zu keinen ursächlichen Problemlösungen.

Das Problem kann nur im Dialog mit allen Betroffenen und Experten analysiert und dann auch so gut wie möglich gelöst werden.

 

Dann kann der Hund bleiben was er seit Urzeiten ist: Der beste Freund des Menschen.

Nicht eine Bestie, die man am Liebsten ausrotten möchte, wegen “Gefahr im Verzug”.

 

Denn, darüber sollten wir uns doch im Klaren sein, die  kriminelle Energie von Einzelnen wird immer wieder Wege finden alle Hürden zu überwinden.

Das ist ja nicht allein für das Problem “Kampfhund” zutreffend, das gilt in allen Bereichen des Lebens.

 

Wenn wir jedes Restrisiko im Leben ausschalten wollten, das müßten wir das Leben als solches verbieten.

Und das wäre doch irgendwie, trotz aller Widrigkeiten, schade, oder ?

 

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